Ausstellungsobjekt zur Veranschaulichung einer Molekülstruktur
Die Elastizität verschiedener Kunststoffe entspringt Ihrer Molekülstruktur. Die unterschiedliche, spiral- und knäuelförmige Anordnung der langkettigen Molekülstränge erleichtert deren Verwindung, und definiert damit die Elastizität des Materials. Ausstellungsgestalterin Ulrike Schneider entwickelte ein Konzept um im Außenbereich des Mainzer Instituts für Polymerforschung solch eine knäuelförmige Struktur zu zeigen. So ist der Entwurf für diese Struktur aus hölzernen Lamellen entstanden. Die Eichenholzlamellen wurden lagenweise auf einer Mutterlamelle aufgeleimt und bündig gehobelt. Ursprünglich sollten die Molekülstränge einen runden Querschnitt bekommen. Der vierkantige Querschnitt zeigt neben der Biegung nun auch die Verwindung des Holzstranges (ca. 14 x 14 cm) deutlich ausgeprägter. Die Verwindungen entstehen durch die Verformung des "Molekülstranges" in den Raum.
Eine besondere Herausforderung stellte der Transport da. Die Ausdehnungen der gesamten Struktur von 4 x 4 x 5 m ließ sich nicht ohne weiteres in diesen Abmessungen aus der Uckermark nach Mainz transportieren. Um das Objekt zu halbieren wären 12 Sägeschnitte notwendig gewesen. Die einzelnen Teilstücke dann vor Ort wieder zusammen zu fügen hätte zu Maßungenauigkeiten (Das Material steht ja unter Biegespannung) und zu einem erheblichen Mehraufwand geführt. Mit der extrem niedrigen Ladeplattform einer Spezialfirma (Fa. Kolossos, Brandenburg) und einer entsprechenden Sondergenehmigung konnte die sonst geltende Obergrenze in der Höhe von 4,0 m auf 4,30 m erweitert werden und damit wurde es möglich, das gesamte, 4 m hohe Objekt in einem Stück zu transportieren.
Auftraggeber: Institut für Polymeerforschung
Material: Eichenholzlamellen 4 mm schichtverleimt
Entwurf: Gisbert Baarmann
Modell: Gisbert Baarmann, Leonardo Pecoits, Hugo Zaccardelli
Ausführung: Gisbert Baarmann, Baldur Baarmann, Gustav Baarmann, Nicolas Gutheil